Was ist ein Plumplori?

Plumploris (Nycticebus spp.) sind kleine nachtaktive Primaten, die bisher nur wenig erforscht wurden, und ein verborgenes Leben in den Wäldern Süd- und Südostasiens führen. Je nach Autor werden bis zu neun Arten
unterschieden. Die kleinste Art ist der Zwergplumplori (Nycticebus pygmaeus), der etwa 0,3 bis 0,6 Kilogramm wiegt, während der Bengalische Plumplori (Nycticebus bengalensis) mit einem Gewicht von etwa zwei Kilogramm der größte Vertreter der Plumploris ist. Das Verbreitungsgebiet der Plumploris beginnt in Bangladesch und im östlichen Indien und erstreckt sich über Myanmar, China, Vietnam, Laos, Kambodscha, Thailand, Malaysia, Singapur und Indonesien, bis nach Sumatra, Java, Borneo und auf die südwestlichsten Inseln der Philippinen

Besonderheiten eines Plumploris
Besonderheiten eines Plumploris
Besonderheiten eines Plumploris
Besonderheiten eines Plumploris
Plumplori schaut in die Kamera

Die IUCN Red List of Threatened Species führt die meisten Arten der Plumploris als vulnerable (gefährdet) an. Der bengalische Plumplori ist sogar critically endagnered (vom Aussterben bedroht).

Damit befindet sich der bengalische Plumplori eine Stufe vor regionally extinct (in der Region ausgestorben). Es ist also allerhöchste Zeit, Plumploris und ihren Lebensraum besser zu schützen.

Doch was genau ist eigentlich ein Plumplori? Wir erklären, woher der Plumplori seinen Namen hat, wo er lebt und was die einzigartigen Besonderheiten von Plumploris sind.

Pumploris sind Primaten

Plumploris (Nycticebus spp.) sind kleine nachtaktive Primaten, die bisher nur wenig erforscht wurden, und ein verborgenes Leben in den Wäldern Süd- und Südostasiens führen. Je nach Autor werden bis zu neun Arten unterschieden. Die kleinste Art ist der Zwergplumplori (Nycticebus pygmaeus), der etwa 0,3 bis 0,6 Kilogramm wiegt, während der Bengalische Plumplori (Nycticebus bengalensis) mit einem Gewicht von etwa zwei Kilogramm der größte Vertreter der Plumploris ist.

Das Verbreitungsgebiet der Plumploris beginnt in Bangladesch, Bhutan und im östlichen Indien und erstreckt sich über Myanmar, China, Vietnam, Laos, Kambodscha, Thailand, Malaysia, Singapur und Indonesien, bis nach Sumatra, Java, Borneo und auf die südwestlichsten Inseln der Philippinen.

Plumplori befindet sich in Reha in der Auswilderungsstation

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Das Foto eines Plumploris zeigt, dass er zwei Zungen hat

Plumploris haben zwei Zungen

Neben der gut sichtbaren langen Zunge, die Plumploris nutzen, um Baumsäfte aus Löchern in Baumrinde oder Nektar aus Blüten zu lecken, besitzen Plumploris noch eine Unterzunge (Sublingua). Diese Unterzunge weist scharfe und harte Spitzen auf, die zwischen die Lücken im Zahnkamm der Plumploris passen, mit dem die Primaten Löcher in Baumrinde meißeln, bis der begehrte Baumsaft austritt. Tritt kein Baumsaft mehr aus, bohren sie ein kleines Stück weiter das nächste Loch in die Rinde. So kann ein einzelner Baum hunderte Löcher in der Rinde aufweisen, wenn hier ein Plumplori regelmäßig zu Abend isst.

Nach dem Fressen nutzen Plumploris die zweite und deutlich kleinere Zunge wie einen Zahnstocher oder eine Zahnbürste und befreien damit den Zahnkamm von Holz- und Essensresten. Je nach bewohntem Lebensraum können Baumsäfte bis zu 80 Prozent der Nahrung von Plumploris ausmachen.

Plumplori wird vom Verein gesichert mit dicken Handschuhen

Namensherkunft: Was genau bedeutet "Plumplori"?

Plumploris können nicht springen, besitzen keinen sichtbaren Schwanz und wirken durch ihre massige Gestalt etwas schwerfällig, plump eben. Dies brachte ihnen auch ihre deutsche Bezeichnung »Plumploris« ein.

Der Begriff »Loris« leitet sich vermutlich von dem alten niederländischen Wort »loeris« ab, das »Clown« bedeutet. Ihre weiße Gesichtszeichnung mit den dunklen Flecken um jedes Auge herum erinnert auch durchaus an die typische Gesichtsbemalung eines Clowns. Im Englischen werden sie als »slow loris«, »langsame Loris«, bezeichnet.

Plumplori in illegaler Haltung

Die einzigen giftigen Primaten

Plumploris zählen zu den wenigen bekannten giftigen Säugetieren und sind die einzigen bekannten Primaten, die über ein Gift verfügen. Dafür bilden Plumploris ein Sekret in einer Drüse in der Armbeuge. Bei Gefahr lecken sie das Sekret auf und das dabei in Verbindung mit dem Speichel entstehende Gemisch macht den Biss eines Plumploris giftig. Nach einem Biss traten bei Menschen Entzündungen, Taubheit, Ödeme und Eiterungen auf. Der Biss kann aber auch einen anaphylaktischen Schock, Herzrasen, Abfall des Blutdrucks und Störung der Organdurchblutung auslösen und letztlich sogar einen Menschen töten. Möglicherweise hängt die Giftigkeit der Plumploris mit ihrer Nahrung zusammen, sodass diese durch das Fressen von giftigen Gliederfüßern wie Spinnentieren, Insekten oder Tausendfüßern, oder giftigen Baumsekreten entsteht. Denn nur selten wird von Vergiftungen nach Bissen durch Plumploris in menschlicher Obhut berichtet.

Darum ist Tourismus für Plumploris eine große Gefahr

Flauschig, große Augen und kleine Klammerhände: Plumploris sind niedliche Primaten – und genau diese Eigenschaft wird ihnen häufig zum Verhängnis. Auf unserer Website können Sie sich darüber informieren, warum vor allem Tourismus den Plumploris zum Verhängnis wird.